Stundenlohnrechner: Durchschnittliche Bezahlung ausrechnen

Einige Arbeitnehmer in Deutschland erhalten einen festen Betrag pro Monat für die geleistete Arbeit. Wenn dieser Betrag pro Monat gleich bleibt, die Zahl der Arbeitsstunden jedoch variiert– zum Beispiel wegen Überstunden –fragt man sich schnell, wie hoch eigentlich der Stundenlohn ist. Diese Antwort kann ein Stundenlohnrechner liefern –und zwar meist mit nur wenigen Klicks

Stundenlohnrechner

Stundenlohnrechner: Was bringt das Tool?

Bei fest angestellten Arbeitnehmern findet sich in der Regel im Arbeitsvertrag die Höhe des Bruttolohn oder -gehalts, das jeden Monat gezahlt wird. Das bedeutet aber nicht, dass Arbeitnehmer damit wissen, wie viel sie pro Stunde verdienen –dafür ist der Stundenlohnrechner da.

Mit diesem Tool kann man mit ein paar Klicks herausfinden wie hoch der eigene Stundenlohn ist. In den Stundenlohnrechner werden dabei die eigenen Daten eingetragen und dem Tool die Berechnung überlassen. Folgende Angaben braucht der Rechner dazu:

  • Den eigenen Lohn oder das Gehalt in brutto
  • Der gewünschte Abrechnungszeitraum
  • Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden

Nachdem die Daten eingegeben und bestätigt wurden, liefert der Stundenlohnrechner die Höhe des eigenen Stundenlohns. Ganz einfach!

Stundenlohn berechnen: Monatsgehalt

Es gibt aber auch noch eine weitere Option: Nämlich den Stundenlohn händisch zu berechnen. Das funktioniert mit folgender Formel:

Monatsgehalt (in brutto) x 3 / 13 / wöchentliche Arbeitszeit = durchschnittlicher Stundenlohn

Um tatsächlich zu einem aussagekräftigen Stundenlohn zu kommen, wird bei dieser Formel ein längerer Zeitraum betrachtet, nämlich ein ganzes Quartal. Aus diesem Grund wird der Monatslohn von drei Monaten als Berechnungsgrundlage herangezogen.

Neben dem dreifachen Monatsgehalt, begegnen Ihnen in dieser Formel noch weitere Angaben: Die Zahl 13 steht für die Wochen, die Sie im Quartal gearbeitet haben. Auch hier wird ein Durchschnittswert angenommen, um auf eine plausible Einschätzung des Stundenlohns zu kommen.

Zugegeben, diese Formel ist natürlich nicht so exakt wie die Bestimmung des Stundenlohns mit einem Stundenlohnrechner, gibt Ihnen aber einen guten ersten Überblick über Ihren durchschnittlichen Verdienst pro Stunde.

Stundenlohn berechnen: Beispiele

Im Folgenden ein paar Beispiele, wie die Berechnung des Stundenlohns auch ohne Stundenlohnrechner funktionieren kann:

Gehen wir davon aus, Sie verdienen 2.900 Euro brutto im Monat und Ihre durchschnittliche Arbeitszeit liegt bei wöchentlich 38 Stunden. Dann ergibt sich daraus folgende Rechnung:

2.900€ x 3 / 13 / 38 = 17,61€

Arbeiten Sie dagegen 40 statt 38 Stunden bei gleichen Gehalt, ergibt das folgenden Stundenlohn:

2.900€ x 3 / 13 / 40 = 16,73€

Stundenlohn berechnen: Jahresgehalt

Möchten Sie dagegen Ihren Stundenlohn anhand Ihres Jahresgehalts berechnen, weil nur dieses in Ihrem Arbeitsvertrag angegeben ist, müssen Sie auf eine andere Formel zurückgreifen. In diesem Fall gilt folgende Berechnung für den Stundenlohn:

3 x Jahresgehalt / 12 / 13 / durchschnittliche Arbeitszeit = Stundenlohn

Anhand dieser Formel können Sie unter Umständen schon einen besseren Eindruck von Ihrem Stundenlohn erhalten. Denn mit dieser Formel werden auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld berücksichtigt. Bei der oben genannten Formel auf Grundlage des Monatslohns ist das nicht ohne weiteres der Fall. Je nach dem, welches Quartal Sie für die Berechnung wählen, erwischen Sie den Zeitraum nämlich gar nicht, in dem Sie eine Sonderzahlung erhalten. Und das verfälscht den eigentlichen Stundenlohn.

Entscheiden Sie sich aber für die Berechnung anhand des Jahreseinkommens, kann das nicht passieren. Auf diese Weise haben Sie einen Überblick darüber, wie Ihr Stundenlohn sich über das gesamte Jahr gestaltete.

Die Berechnung für Selbstständige: Stundenlohn oder Stundensatz berechnen?

Oben haben wir von Arbeitnehmern gesprochen, die mit einem Stundenlohnrechner oder einer entsprechenden Formel ihren Stundenlohn anhand eines bestimmten Gehalts ausrechnen können.

Bei Selbstständigen und Freiberuflern ist das jedoch ein wenig komplizierter. Diese Gruppe von Berufstätigen hat in der Regel kein festes durchschnittliches Gehalt, an dem sie sich orientieren könnte. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass diese Gruppe nicht von einem Stundenlohnrechner profitieren könnte. Im Gegenteil, er ist für sie wahrscheinlich noch wichtiger als für angestellte Arbeitnehmer.

Selbstständige und Freiberufler müssen selbst kalkulieren, welche Preise sich für sie auszahlen. Bedeutet: Nicht jedes Projekt, das auf den ersten Blick lukrativ aussieht, ist es auch wirklich. Wenn zeitlicher Aufwand und Bezahlung in keinem guten Verhältnis zueinander stehen, kann der Auftrag sich eher als Fehlgriff erweisen.

Ein Stundenlohnrechner kann daher ein sehr nützliches Tools sein, um Aufträge und Projekte auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen und so den oder die Selbstständige im besten Fall vor einer falschen Entscheidung zu bewahren.

Hinzu kommt, dass bei Selbstständigen Überstunden, Krankheit und Urlaub ebenfalls nicht von einer dritten Stelle wie Arbeitgeber oder Krankenkasse bezahlt werden. Diese Kosten müssen Selbstständige daher ebenfalls über ihren Stundenlohn abfedern. Was schließlich bedeutet, dass die Kosten schon bei der Auftragsplanung mit berücksichtigt werden müssen. Auch für diesen Fall lohnt sich der Stundenlohnrechner, um einen schnellen Überblick zu bekommen.

Stundensatz statt Stundenlohn

Übrigens spricht man bei Selbstständigen, Freiberuflern und Unternehmern nicht von Stundenlohn, sondern von einem Stundensatz. Meint mit beiden Begriffen aber die Bezahlung, die man pro geleisteter Arbeitsstunde erhält.

Da Selbstständige jedoch mehr Kosten als Arbeitnehmer über ihre Bezahlung abfedern müssen, verwendet man für diese Personengruppe den Stundensatz. Neben den bereits genannten Kosten wie Urlaub, Krankheit und Überstunden, die Selbstständige über ihren Stundensatz abdecken müssen, kommen noch folgende Kosten dazu:

  • Miete für Büro, Gewerbefläche und Lagerhaltung
  • Strom, Wasser, Telefon und Internet
  • Heizkosten
  • Verschiedene Versicherungen
  • Kosten für Mitarbeiter
  • Marketingausgaben
  • Büromittel

Je nach dem wie umfangreich das Unternehmen aufgestellt ist, fallen diese Kosten höher oder niedriger aus. Auch daher lohnt es sich, den Stundensatz zu berechnen, bevor man als Selbstständiger einem Projekt zustimmt.

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