Unternehmen, Freiberufler, Selbständige – sie alle müssen Rechnungen schreiben. Doch gerade Freiberufler kennen oft nicht die 10 Bestandteile einer Rechnung. Das kann ernste Folgen haben. Denn auf jede Rechnung, deren Betrag über 250,00 € liegt, gehören die gesetzlich festgelegten 10 Bestandteile und Pflichtangaben einer Rechnung. Es empfiehlt sich jedoch, diese Bestandteile grundsätzlich in die Rechnungen zu integrieren – unabhängig vom Betrag. Haben auch Sie sich schon einmal gefragt: Was muss alles auf einer Rechnung stehen? Was muss eine Rechnung enthalten? Wir erläutern es Ihnen gerne.


10 Bestandteile einer Rechnung – Weiterführende Informationen

Beachten Sie, dass Sie als Unternehmen oder Freiberufler eindeutig identifizierbar sein müssen, wie Ihr Kunde anhand seines Namens und seiner Adressdaten! Das bedeutet: Es gehört immer der vollständige Name und die korrekte Adresse in die Rechnung. Es ist nicht ausreichend, nur den Namen und den Ort zu nennen.

Die USt-IdNr. geben Sie immer an, sobald sie Ihnen erteilt wurde. Besitzen Sie keine Umsatzsteueridentifikationsnummer, müssen Sie zumindest die von Ihrem Finanzamt erteilte Steuernummer verwenden. Nicht jedoch die neue ID-Nummer. Die Rechnungsnummern müssen fortlaufend sein. So sind sie leichter nachzuvollziehen. Vergeben Sie für jeden Kunden eine Kundennummer, dann können Sie die Rechnungen leichter zuordnen.

Das Datum der Lieferung oder der Leistung gehört ebenfalls zu den 10 Bestandteilen einer Rechnung. Geben Sie den Kalendermonat an, zu dem die Leistung/Lieferung vollständig ausgeführt wurde, wenn sich die Leistungen über mehrere Monate erstrecken. Geben Sie immer genaue Bezeichnungen für die Art Ihrer Lieferung oder Leistung an! Nur so kann das Finanzamt nachprüfen, welcher Umsatzsteuersatz gilt. Handelsübliche Bezeichnungen und Abkürzungen sind erlaubt. Wichtig: Berechnen Sie Lieferungen oder Leistungen, die sowohl mit 7%, als auch mit 19% versteuert werden, müssen Sie die jeweiligen Nettobeträge getrennt angeben.

Auch Preisminderungen in Form von Rabatten oder Skonti müssen ausgewiesen werden. Sofern Sie nicht umsatzsteuerpflichtig sind, geben Sie unbedingt nur das Bruttoentgelt an!

Die 10 Bestandteile einer Rechnung

  1. Der vollständige Name sowie die Anschrift des Unternehmens (Rechnungsadresse)
  2. Die Steuernummer oder die Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.)
  3. Der vollständige Name sowie die Anschrift des Kunden
  4. Das Ausstellungsdatum/Rechnungsdatum
  5. Die Rechnungsnummer
  6. Der Zeitpunkt der Lieferung/Leistung
  7. Die Menge und die Art der Lieferung bzw. der Umfang und die Art der Leistung
  8. Das Entgelt für die Lieferung/Leistung in Netto
  9. Der auf das Nettoentgelt entfallende Umsatzsteuersatz
  10. Der auf das Nettoentgelt entfallende Umsatzsteuerbetrag

 Rechnungsvorlage & Musterrechnung

Die 10 Bestandteile und Pflichtangaben einer Rechnung

10 Bestandteile einer Rechnung – Sonderfälle

Auf steuerfreie Umsätze müssen Sie hinweisen. Dazu reicht eine Anmerkung zur Befreiungsvorschrift aus. Alternativ fügen Sie z. B. die Anmerkung „innergemeinschaftliche Lieferung“ der Rechnung hinzu. Kleinunternehmer müssen nicht auf die Umsatzsteuerbefreiung hinweisen.


Fehlende Pflichtangaben auf einer Rechnung kann verheerende Auswirkungen für Ihr Unternehmen haben.

Schreiben Sie rechtskonforme Rechnungen ganz einfach und schnell mit der Rechnungssoftware von easybill.

Jetzt kostenlos testen