B2B steht für “Business-to-Business” und beschreibt Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Unternehmen. Anders als im B2C-Geschäft (Business-to-Consumer), bei dem Produkte oder Dienstleistungen direkt an Endverbraucher verkauft werden, richtet sich B2B an gewerbliche Kunden. Typische Beispiele sind Softwareanbieter (wie easybill), Beratungsfirmen oder Hersteller, die ihre Produkte an andere Unternehmen liefern.
B2B-Geschäfte sind oft komplexer, langfristiger und mit höheren Transaktionsvolumina verbunden. Vertragsverhandlungen, Bedarfsanalysen und individuelle Lösungen spielen dabei eine zentrale Rolle.
Unterschied zwischen B2B und B2C
| Merkmal | B2B | B2C |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Unternehmen | Privatkunden |
| Entscheidungsfindung | Rational, ROI-orientiert | Emotional, impulsiver |
| Verkaufszyklus | Langfristig, beratungsintensiv | Kurz, oft spontan |
| Transaktionsvolumen | Hoch | Niedrig bis mittel |
| Kommunikation | Fachlich, auf Beziehungspflege ausgerichtet | Werblich, massenorientiert |
Typische B2B-Geschäftsmodelle
- Hersteller-Lieferanten-Modell: Produzenten verkaufen direkt an Großhändler oder weiterverarbeitende Betriebe.
- Großhandelsmodell: Großhändler kaufen Produkte in großen Mengen und vertreiben sie an Einzelhändler oder andere Unternehmen weiter.
- Dienstleistungsmodell: Unternehmen bieten spezialisierte Leistungen für andere Unternehmen an, z. B. IT, Marketing oder Steuerberatung.
Rechnungsstellung im B2B-Bereich: Was du wissen musst
Die korrekte Rechnungserstellung ist im B2B-Geschäft nicht nur Pflicht, sondern zentral für eine reibungslose Zahlungsabwicklung. Ab dem Jahr 2025 gilt zudem in Deutschland eine verpflichtende E-Rechnungspflicht für den B2B-Bereich im inländischen Geschäftsverkehr. Diese wird schrittweise bis Ende 2027 eingeführt.
Was ist eine E-Rechnung? Eine E-Rechnung ist keine einfache PDF, sondern ein strukturierter elektronischer Datensatz (z. B. XRechnung oder ZUGFeRD), der maschinell verarbeitet werden kann. Sie erleichtert die Automatisierung in der Buchhaltung und senkt Fehlerquoten sowie Bearbeitungszeiten.
Was gilt ab 2025?
- Die E-Rechnung wird für alle in Deutschland ansässigen Unternehmen im B2B-Bereich verpflichtend.
- Erlaubt sind nur strukturierte elektronische Formate, insbesondere XRechnung und ZUGFeRD 2.2.
- Die bisherigen Papierrechnungen oder einfache PDF-Rechnungen reichen nicht mehr aus.
Tipp: Nutze frühzeitig Rechnungsprogramme wie easybill, die bereits E-Rechnungen im passenden Format erstellen können.
B2B-Marketingstrategien: Wie du deine Zielgruppe erreichst
Gerade für Gründer und kleinere Unternehmen ist ein zielgerichtetes Marketing im B2B-Umfeld entscheidend für nachhaltiges Wachstum. Anders als im B2C-Bereich zielt B2B-Marketing weniger auf schnelle Kaufentscheidungen ab, sondern auf den Aufbau langfristiger, vertrauensvoller Geschäftsbeziehungen.

Content Marketing: Sichtbarkeit durch Fachwissen
Ein starkes Content Marketing zeigt potenziellen Kunden, dass du dich in deinem Fachgebiet auskennst. Dabei geht es nicht nur um Werbung, sondern um das Vermitteln von echtem Mehrwert.
Beispiel: Wenn du Softwarelösungen für Steuerberater anbietest, dann veröffentliche regelmäßig Artikel zu Themen wie “E-Rechnungen rechtssicher umsetzen” oder “Automatisierte Mandantenkommunikation”.
Formate, die sich bewährt haben:
- Blogartikel mit praktischen Tipps
- Whitepapers oder E-Books mit tiefgreifendem Fachwissen
- Fallstudien, die echte Kundenbeispiele zeigen
- Webinare und kurze Videoformate zur Erklärung komplexer Prozesse
E-Mail-Marketing: Beziehungsaufbau mit System
Viele Gründer unterschätzen E-Mail-Marketing. Dabei ist es eines der effektivsten Instrumente, um Interessenten in Kunden zu verwandeln – vorausgesetzt, es ist gut gemacht.
Was du brauchst:
- Eine saubere, DSGVO-konforme E-Mail-Liste
- Eine klare Segmentierung nach Zielgruppen oder Interessen
- Automatisierte Strecken für Begrüßung, Produktvorstellung, Nachfassaktionen
Achte darauf, dass jede Mail einen echten Mehrwert bietet. Je zielgenauer die Inhalte sind, desto besser die Resonanz.
SEO: Gefunden werden, wenn es zählt
Wer heute eine Dienstleistung sucht, startet meist mit einer Google-Suche. Daher ist es wichtig, dass deine Website zu relevanten Suchbegriffen auch gefunden wird. Als Gründer solltest du auf folgende Grundlagen achten:
- Recherchiere, welche Keywords deine Zielgruppe nutzt (z. B. “B2B E-Rechnung Pflicht 2025”)
- Optimiere deine Seitenstruktur und Meta-Texte
- Veröffentliche regelmäßig hochwertige Inhalte zu diesen Themen
- Sorge für eine technisch saubere Website mit schnellen Ladezeiten
SEO ist ein langfristiges Spiel, zahlt sich aber durch kontinuierlichen, organischen Traffic aus.
B2B-Vertrieb: Direkt, indirekt oder hybrid?
Der Vertrieb ist das Rückgrat deines Unternehmens. Gerade im B2B-Bereich musst du entscheiden, ob du deine Produkte oder Dienstleistungen direkt vertreibst oder mit Partnern arbeitest.
Direktvertrieb Beim Direktvertrieb gehst du direkt auf Unternehmen zu – etwa durch Kaltakquise, Netzwerkkontakte oder persönliche Empfehlungen.
Vorteile:
- Du hast die volle Kontrolle über Preisgestaltung und Kundenbeziehung
- Du bekommst direktes Feedback aus dem Markt
Nachteile:
- Zeit- und ressourcenintensiv, gerade in der Anfangsphase
- Du brauchst Vertriebs-Know-how und Ausdauer
Indirekter Vertrieb
Hier nutzt du Partner wie Reseller, Agenturen oder Distributoren, die deine Lösung in ihrem Portfolio mitanbieten.
Vorteile:
- Schnellere Markterschließung, ohne alles selbst aufzubauen
- Du profitierst vom Vertrauensvorsprung deiner Partner
Nachteile:
- Weniger Kontrolle über das Kundenerlebnis
- Ein Teil deiner Marge geht an den Vertriebspartner
Hybrides Modell
Viele Unternehmen kombinieren beide Wege: Große Kunden betreuen sie selbst, kleinere werden über Partner gewonnen.
Wichtig dabei:
- Klare Regeln zur Abgrenzung von Kundensegmenten
- Gute Kommunikation mit Partnern
- Keine internen Konkurrenzsituationen aufbauen
Erfolgreiche Kommunikation im B2B-Alltag
Gute Kommunikation ist das Fundament jeder Geschäftsbeziehung – vor allem im B2B, wo es oft um erklärungsbedürftige Produkte und langfristige Partnerschaften geht.
Multikanal-Strategie
Nutze verschiedene Kommunikationswege parallel:
- E-Mail für formelle Korrespondenz und Dokumentation
- Telefon für persönliche Gespräche und schnelle Abstimmungen
- LinkedIn zur Pflege deines beruflichen Netzwerks
- Persönliche Termine oder Videocalls für den Vertrauensaufbau
Transparenz und Zuverlässigkeit
Halte deine Geschäftspartner regelmäßig auf dem Laufenden. Klare Aussagen, termingerechte Antworten und offene Kommunikation bei Problemen stärken das Vertrauen langfristig.
Ein CRM-System kann dir dabei helfen, alle Gespräche, Aufgaben und Deadlines im Blick zu behalten – auch wenn dein Team wächst.
So machst du dein B2B-Geschäft zukunftssicher
Ob Marketing, Vertrieb oder Rechnungsstellung: Der B2B-Bereich erfordert Planung, rechtssichere Prozesse und ein tiefes Verständnis für die Bedarfe deiner Unternehmenskunden. Mit der kommenden E-Rechnungspflicht 2025 ist jetzt der richtige Zeitpunkt, deine Systeme zu digitalisieren und dein Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.
Tipp zum Schluss: Mit easybill erstellst du E-Rechnungen konform zur neuen Gesetzgebung – einfach, sicher und automatisiert.





