Proformarechnung: Was ist das?

Abschlagsrechnung, Schlussrechnung, Retourengutschrift – kennen wir alles. Aber eine Proformarechnung kommt deutlich seltener vor. Was jedoch nicht immer so bleiben muss. Denn viele Unternehmen haben immer mehr Kunden im Nicht-EU-Ausland. Und für die wird die Proformarechnung benötigt – jedenfalls manchmal.

Unterschied zu einer herkömmlichen Rechnung

Obwohl die Proformarechnung (englisch, pro forma Invoice) den Bestandteil „Rechnung“ im Wort trägt, ist sie keine Rechnung. Denn zwischen Proformarechnung und herkömmlicher Rechnung gibt es einen gewaltigen Unterschied: Mit einer Proformarechnung fordern Sie ihren Kunden nicht dazu auf, eine Ware oder Dienstleistung zu zahlen.

Die Proformarechnung ist lediglich ein Beleg für Waren, die an den Kunden oder Interessenten geliefert wurden. Daher darf sie nicht mit einer Handelsrechnung oder Exportrechnung verwechselt werden. Denn diese wird nur bei Waren mit Handelswert ausgestellt.

Wofür wird eine Proformarechnung verwendet?

Eine Proformarechnung schreiben Sie also dann, wenn Sie Waren ohne Handelswert versenden möchten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Musterlieferungen
  • Geschenksendungen
  • Ersatzlieferungen oder Garantiefälle
  • Spenden
  • Waren, die nicht wiederverkauft werden sollen
  • Lieferungen gegen Vorkasse

Die Proformarechnung dient dabei in erster Linie als Nachweis für den Zoll, um den Wert der Ware zu belegen.

Proformarechnung Vorlage

Angaben auf einer Proformarechnung

Was jedoch nicht bedeutet, dass es keine formalen Anforderungen für die Proformarechnung gibt. Im Gegenteil, sie muss die gleichen Inhalte haben wie eine Handelsrechnung. Nämlich diese hier:

  • Bezeichnung des Dokuments mit Proformarechnung oder (pro forma invoice)
  • Ihren Namen und Adresse plus weitere Kontaktinformationen
  • Kontaktdaten des Empfängers, konkreten Ansprechpartner mit Telefon- und Faxnummer
  • Lieferanschrift; kann entfallen, wenn diese identisch mit der Rechnungsanschrift ist
  • Rechnungsnummer, Ausstellungsort und Vermerk; je nach Zweck der Proformarechnung kommen dabei unterschiedliche Vermerke in Frage. Bei einer Musterlieferung zum Beispiel „Musterlieferung – Wert nur für Zollzwecke“
  • Liefer- und Leistungsdatum
  • Bezeichnung der Ware und Menge
  • Einzel- und Gesamtpreis
  • Ihre Umsatzsteueridentifikationsnummer
  • Handelsregisternummer und EORI-Nummer
  • Verpackungs-, Versicherungs- und Transportkosten
  • Lieferbedingungen

Vorsicht vor Falschangaben

Bei dieser Fülle von Pflichtangaben kann man schnell auf die Idee kommen, dass die Proformarechnung mit ein paar schnellen Klicks in eine herkömmliche Rechnung umgewandelt werden kann.

Doch auch das ist leider nicht möglich. Denn aus einer Proformarechnung darf niemals eine echte Rechnung werden. Das müssen Sie unbedingt beachten, wenn Sie diese Art von Dokument ausstellen.

Sollten Sie gegen diese Vorschrift verstoßen, kann Sie das teuer zu stehen kommen. Es droht nämlich nicht nur ein Bußgeld, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen. Wenn es ganz schlimm kommt, müssen Sie sogar Schulden beim Zoll begleichen.

Better safe than sorry: Proformarechnung mit easybill erstellen

Bei der Proformarechnung gibt es eindeutig viel zu viele Dinge zu beachten? Gleichzeitig ist die Gefahr zu groß, dass Sie bei einem Fehler nicht nur die Ware nicht abrechnen können, sondern auch Probleme mit dem Zoll und der Steuer bekommen.

Dann gehen Sie das Risiko doch erst gar nicht ein! Vertrauen Sie auf den Service und das Angebot von easybill. Mit unserem Rechnungsprogramm können Sie ganz einfach Proformarechnungen erstellen und bei Fragen jederzeit unseren Kundenservice kontaktieren.

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